Sommeruniversität Rinteln 2012
Sommeruni Rinteln 2012 - achte Hochschulorientierungswoche im Weserbergland

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Vorlesungsverzeichnis der Sommeruni Rinteln - Übersicht


Sommeruni Rinteln: Geschichte

 

Einführung in das Studium der Geschichte

"Es war einmal vor langer Zeit...“ So oder ähnlich beginnen viele Geschichten aus längst vergangenen Epochen. Doch was verstehen wir unter der Geschichte und zu welchem Zweck bzw. mit welchem Ziel studiert man sie? Dieses Einführungsseminar bietet einen inhaltlichen und methodischen Überblick über das Fach, dessen Ziel nach Humboldt „nur die Verwirklichung der durch die Menschheit darzustellenden Idee“ sein kann. Behandelt werden u. a. Fragen der Abgrenzung zu anderen Wissenschaftsdisziplinen, eine Periodisierung der Geschichte, der Umgang mit Quellen und das Entstehen von Geschichtskontroversen. Neben Unterschieden zwischen dem schulischen Geschichtsunterricht und Geschichte an der Uni wird darüber hinaus das Berufsbild des Historikers charakterisiert.

Leitung: Dr. des. Joachim von Meien
Termin 1: Montag, 30.07.12
Ort: VHS
V.-Nr.: 16D112

 

Einführung in die Prähistorische Archäologie

Was ist das? Früher wurde dieses Fach Ur- und Frühgeschichte genannt und dient der Erforschung der Geschichte schriftloser Kulturen in Mitteleuropa. Wohingegen sich die Klassische Archäologie davon abgrenzt, weil sie sich  ausschließlich mit der Geschichte und Kultur der Griechen und Römer befasst. Seit 200 Jahren sind wissenschaftliche Methoden entwickelt worden, um die Denkmäler und Funde im Boden zu dokumentieren und auszuwerten. Heute sind naturwissenschaftliche Methoden fester Bestandteil der archäologischen Forschungen und Ziel ist es,  die ausgegrabenen Funde und Befunde auszuwerten und in einen historischen Kontext zu stellen. Wir werden uns in dieser Einführung mit der Forschungsgeschichte, den Methoden und Ergebnissen sowie den beruflichen Tätigkeitsfeldern befassen.

Leitung: Dr. Beate Veil
Ort: Schule am Ostertor
Termin: Montag, 30.07.12
V.-Nr.: 16L212

 

Du stirbst damit Du lebst - Totenkult im Alten Ägypten

Ein besonderes Faszinosum am Alten Ägypten ist seit jeher der Totenkult, den es in diesem Ausmaß in anderen Kulturen der Alten Welt nicht gegeben hat. In diesem Seminar werden Einblicke gegeben in die doch z. T. recht befremdlichen Vorstellungen, die man im Alten Ägypten vom „Leben nach dem Tod“ hatte. Wer es sich leisten konnte – zumal die Könige – hat einen gewaltigen Aufwand getrieben hinsichtlich Totenkult (dazu gehört auch die Mumifizierung) und hinsichtlich Grabarchitektur, die in gewisser Hinsicht als ein gebautes Jenseits betrachtet werden kann (Karten, Dias, Pläne).

Leitung: Dr. Albrecht Endruweit
Ort: VHS
Termin: Dienstag, 31.07.12
V.-Nr.: 16D712

 

London in the 18th and 19th century

London’s West End attracts many visitors on account of its excellent shopping and entertainment, but the centre of finance and commerce always was, and still largely is, further east, in the historic City. By examining the town’s history in the 18 th and 19 th century, we can begin to understand not onlyLondon better, but also urban life as a whole. During the reign of QueenVictoria,London was literally the capital of the world and the world’s largest port; the River Thames brought goods from all continents to the docks in the east of the town.
The town was a place of great contrast, with wealth and great poverty side by side, and was a labyrinth, growing in size very rapidly, creating huge problems of transport, crime, poverty and sanitation. The solutions to such problems – railways, a police-force, an effective sewer system ¬– later became part of urban life in general.
In this seminar we will consult maps, images and secondary and historical texts to gain a new view of the city’s history.
 

Leitung: Dr. Catherine Atkinson
Ort: Schule am Ostertor
Termin: Dienstag, 01.08.12
V.-Nr.: 16D312

 

Florence: a Renaissance town

Florence was the New York of the 15th century. This busy Italian city was one of the most important towns in Renaissance Europe. Famous names are connected with it, such as Leonardo da Vinci, Michelangelo and the Medici family. Family records and diaries (Tagebücher) are an important historical source (Geschichtsquelle). Written by Florentine merchants, lawyers and craftsmen, they give us a vivid view of how the people lived and worked at the time, and of how their lives were changed when the plague (Pest) broke out. By reading diary entries we discover how different women’s lives were from those of the men,  how diary writers viewed themselves and  what sort of books they read in the early age of the printing-press.

Leitung: Dr. Catherine Atkinson
Ort: BBS-KHL Rinteln Raum 102 EG
Termin: Mittwoch, 31.07.12
V.-Nr.: 16D612

 

Hieroglyphen ohne Geheimnis

Jahrhunderte dachte man, dass die Hieroglyphen nach dem Prinzip des Comic zu lesen sind. Irrtum! Das Dargestellte ist vertrackterweise meist nicht das Gemeinte. Das klingt zwar abschreckend kompliziert, ist es aber nicht. Warum nicht, zeigt diese Kurzeinführung in eine Schrift, die über 3000 Jahre in Gebrauch war und das Bild des Alten Ägypten in besonderem Maße prägte. Daneben wird es um folgende Fragen gehen: Wie viele Menschen konnten lesen und schreiben? Was hat man zu welchem Zweck aufgeschrieben? Abgerundet wird das Kurzseminar mit der Behandlung kleiner Textbeispiele (keinerlei Vorkenntnis erforderlich; Dias).

Leitung: Dr. Albrecht Endruweit
Ort: VHS
Termin: Mittwoch, 01.08.12
V.-Nr.: 16D412

 

Christliche Mystik heute

Ohne Frage ist das Interesse an Mystik und Esoterik – quer durch die Generationen und Bildungsschichten – ungeheuer groß. Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird immer bedrängender, je deutlicher die Krise der Menschheit wird - man denke etwa an die Klimakatastrophe, an die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, an kriegerische Konflikte auf vielen Kontinenten. Nach dem Scheitern vieler ideologischer Versuche sehnen sich viele Menschen nach neuen und tragfähigen Orientierungen.

In diesem Seminar werden repräsentative Mystiker aus verschiedenen Epochen des Christentums vorgestellt: Bernhard von Clairvaux, Hildegard von Bingen, Teresa von Avila, Martin Luther, Karl Rahner. So entsteht ein Eindruck von der Vielfalt und Breite des mystischen Stroms im Christentum, und es werden Kriterien sichtbar für das, was eine spezifisch christliche Mystik auszeichnet.

Kenntnisse hierüber sind wichtig, um in einem geisteswissenschaftlichen Studium - sei es Geschichte, sei es Philosophie, Theologie oder Religionswissenschaft - den Glauben, das Denken und Hoffen der Menschen vom abendländischen Mittelalter bis heute besser verstehen und die Frage nach einer sinnerfüllten Lebensgestaltung über die bloße Berufsfindung hinaus umfassender reflektieren zu können.

Leitung: Dr. Rainer Miehe
Ort: Schule am Ostertor
Termin: Mittwoch, 01.08.12
V.-Nr.: 16A212