Rinteln an der Weser war lange eine Universitätsstadt. Die "Ernestina" wurde 1621 gegründet, als eine der ersten Universitäten in Deutschland. Sie bestand bis zum Jahr 1810

Das alte Universitätsgebäude, bevor es 1875
durch einen Neubau ersetzt wurde

Wer sich für das (Rintelner) Studentenleben im Mittelalter interessiert, findet hier Informationen:

Folterwerkzeug Beinschraube

Pater Friedrich von Spee
www.friedrich-spee.de
Die „Ernestina“ spielte eine große Rolle während der Zeit der Hexenverfolgung. Hier entschieden die Juraprofessoren darüber, ob jemand als Hexe angeklagt werden durfte.
1630 und 1631 erschienen in Rinteln außerdem zwei berühmte Bücher, die eine intensive Auseinandersetzung über Folter und Hexenverfolgung auslösten: Professor Hermann Goehausen war mit dem „Processus Juridicus“ ein leidenschaftlicher Verfechter für den Einsatz der Folter in Hexenprozessen. Professor Friedrich von Spee kämpfte in seinem Buch "Cautio Criminalis" entschieden gegen die Folter als Mittel zur Wahrheitsfindung.
Texte zum Thema finden sich hier: